Chronik des STV Kriessern

Zum 75-Jahr-Jubiläum des STV Kriessern im Jahr 1996 haben die beiden Vereinsmitglieder, Josef und Hans Graber, eine Jubiläumsschrift zusammengestellt. Diese Jubiläumsschrift enthält eine detaillierte Schilderung der ersten 75 Vereinsjahre. Die nachfolgende Chronik basiert im wesentlichen auf dieser Jubiläumsschrift.

Mit einem "Klick" auf die untenstehenden Titel können die einzelnen Kapitel geöffnet und wieder geschlossen werden...

 

Aktivriege - Die Gründungsjahre des ETV Kriessern

ETV - Eidgenössischer Turnverein

Den Turngedanken gefördert und auch in die Tat umgesetzt hat vor allem Friedrich Ludwig Jahn, der in Deutschland von 1778 - 1852 lebte und als Vater der Turnerei gilt. Das Turnen umfasste ursprünglich alle natürlichen Leibesübungen, wurde aber im 19. Jahrhundert ausschliesslich am Gerät fortentwickelt, so dass man heute unter Turnen vor allem das Geräteturnen und die Freiübung bzw. Gymnastik versteht.
Im Jahre 1816 wurde in der Schweiz die "Vaterländische Turngemeinde" gegründet, aus der 1832 der Eidgenössische Turnverein ETV hervorging.
Nachdem der "schweizerische Frauenturnverband" integriert wurde, ist der "Schweizerische Turnverband - STV" die grösste Turnvereinigung der Schweiz.

ETV Kriessern

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog der Turngedanke in unserer Gegend immer weitere Kreise. Das Turnen wurde mehrund mehr zur Volksbewegung, die auch vor unserem Dorfe nicht Halt machte. Drei Jahre nach Beendigung des ersten Weltkrieges, am 17. September 1921, gründeten 18 Jünglinge den ETV in Kriessern.


Zu den Gründern gehörten damals folgende Turner: Baumgartner Anton, Baumgartner Edmund, Baumgartner Paul, Baumgartner Pirmin, Dietsche Gottfried, Graber Oskar, Hutter Adolf, Hutter Anton, Hutter Heribert, Hutter Hermann, Hutter Laurenz, Hutter Titus, Kuster Jakob, Langenegger Valentin, Lüchinger Bernhard und Lüchinger Florian. Zwei Namen der Vereinsgründer wurden leider nicht aufgeschrieben.

Klein, unauffällig und unscheinbar fristete der Verein die ersten Jahre seines Bestehens. In der Wirtschaftskrise der 1930-er Jahre hatte der noch junge Verein um seine Existenz hart zu kämpfen. Die Mitgliederzahl sank vorübergehend unter 10.

Auch die Jahre des zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945 waren hart und viele Turner mussten in den Aktivdienst einrücken. Während den seltenen Urlaubstagen hatten die Turner kaum Zeit übrig für das Turnen, denn sie mussten in Feld und Stall hart arbeiten um die Familien zu ernähren.

Dank dem Einsatz einiger Idealisten und Turnerfreunde gelang es im Laufe der Jahre aus dem ETV das zu machen, was er heute ist.

Gründungsversammlung vom 17. September 1921

Gründungsprotokoll vom 17. September 1921

Am 17. September 1921 versammelten sich in Kriessern, abends 20.30 Uhr, 18 Jünglinge. In Anwesenheit dieser wurde beschlossen, in unserem Dorfe einen Turnverein ins Leben zu rufen. Unter Leitung des Herrn Kuster Jacob wurde hier die erste Kommission gewählt. Vorerst wurde die Diskussion von allen Seiten lebhaft benutzt. Als Kommissionsmitglieder waren folgende Herren beliebt:

Kuster Jacob, 1894, Präsident und Oberturner
Baumgartner Pirmin, 1898, Vizepräsident
Hutter Laurenz, 1899 Aktuar
Hutter Heribert, 1898, Kassier
Lüchinger Bertram, 1898, Beisitzer

Es wurde beschlossen:

Eintrittsgeld Aktivmitglieder Fr. 5.00
Vierteljährlicher Beitrag obiger Bussen: Fr. 1.00
wegen zu spätem Erscheinen 1/4 Stunde Fr. 0.20
wegen zu spätem Erscheinen 1/2 Stunde Fr. 0.30
wegen gar nicht erscheinen Fr. 0.50
Austrittsgeld für Aktivmitglieder Fr. 5.00

Ferner wurden pro Woche 2 obligatorische Turnstunden auf abends 8.30 Uhr beschlossen. Als Turntage wurden Dienstag und Donnerstag bestimmt. Der Verein soll sofort in Kraft treten, jeder hat sein Möglichstes zu tun und die Übungen sollen am 20. September 1921 beginnen.

Der Aktuar:   Hutter Laurenz

Das erste Schauturnen am 22. Januar 1922

Erstes Schauturnen im Sonnensaal

Schon nach der Gründung des ETV liegt es im Sinne der Vereinsleitenden, in kurzer Zeit ein Schauturnen zu veranstalten, wozu sämtliche Mitglieder ihr Möglichstes tun. Wohl ist es schwer, für einen neuen Verein in so kurzer Zeit ein promptes Schauturnen zu geben, jedoch ist der Wille aller stark. Die Kommission hat viel zu arbeiten, bis die nötigen Einrichtungen und die verschiedenen Sachen und Gegenstände vorhanden sind. Das 1. Schauturnen findet im Sonnensaal statt. Zur Kindervorstellung am Sonntagnachmittag, den 22. Januar 1922, findet sich die Jugend gut ein. Am Abend um 20.00 Uhr beginnt das Schauturnen. Die Musikgesellschaft eröffnet das Programm. Ruhig und gelassen wird ein Akt nach dem anderen durchgearbeitet. Besonders amüsant sind die drei Reigen, das Lustspiel "Die fidelen Handwerksburschen" und die Pantomime "Beim Coiffeur". Letzter Akt ist die Verlosung. Es sind im ganzen 1277 Lose verkauft, worauf zirka 130 Treffer fallen. Von unseren Nachbarsektionen sind fünf Gäste vertreten. Diese zeigen sich über unsere Leistungen sehr neugierig, aber alle sind dann damit sehr zufrieden. Aber nicht nur diese, sondern alle anderen sprechen ihre Zufriedenheit aus. Das Programm ist um 24.00 Uhr beendet und nachher kann getanzt werden, solange es jedem gefällt.

Ein Rückblick auf die Schauturnen des STV Kriessern findet sich hier.

Weihe der ersten Vereinsfahne am 24. August 1930

Beschluss Fahnenfonds

An der Hauptversammlung vom 23. Februar 1929 wird beschlossen, dass ein Fond für die Anschaffung einer Vereinsfahne geäufnet wird. Für die Geldsammlung in den Fahnenfond werden 3 Mann bestimmt.

Der Losverkauf von 2200 Stück, am Schauturnen 1930, ergibt einen Reinertrag von Fr. 194.50, welcher dem Fahnenfond zugeschrieben wird.

Beschaffung Vereinsfahne

Mit dem Auto von Fritz Fey besichtigt die Komission, im Jahr 1930, verschiedene Vereinsfahnen in Eichberg, Rüthi und Oberriet, wobei die Fahne des Männerchores Oberriet am besten gefällt. Der Fahnenfabrik Kurer, Schädler & Cie., Wil SG, werden sofort Vorschläge für die Herstellung einer Fahne übermittelt. Nach verschiedenen Besprechungen einigt man sich auf folgendes Sujet: Wappen von Kriessern, Rhein mit Holzbrücke bei Kriessern. Ablieferung der Fahne im Juli 1930. Kosten der Fahne laut Rechnung netto Fr. 660.00. Hinzu kommt noch eine weisse Feder und eine seidene Schärpe mit Goldfransen im Betrage von Fr. 51.00. Die Fahne wird zum Werte von Fr. 1000.00 bei der Union in Genf gegen alle Beschädigungen versichert.

Weihe der ersten Vereinsfahne am 24. August 1930

Für die Fahnenweihe wird das OK gegründet. Als OK-Präsident stellt sich Heribert Hutter zur Verfügung. Die Festwirtschaft übernimmt Fritz Fey und Laurenz Hutter. Für den technischen Bereich ist der Oberturner Engelbert Lüchinger verantwortlich. Der Festplatz liegt nördlich der Fabrik (dem heutigen Café Pony), wo viele Tische und Bänke und eine 100 m2 grosse Holzbühne aufgestellt ist.

Der ganze Festplatz ist elektrisch beleuchtet. Am Sonntag, den 10. August kann die Weihe wegen starker Regenfälle nicht angesagt werden, weshalb nur das Verschiebedatum vom 17. August in Frage kommt. An diesem Sonntagmorgen ist es noch trüb und regnerisch und die Sonne zeigt sich erst um ca. 14.00 Uhr, was für einen Festbeginn zu spät ist. Somit wird die Weihe um eine weitere Woche, auf Sonntag, den 24. August verschoben. Am Sonntagmorgen werden die letzten Vorbereitungen getroffen und gegen Mittag lichten sich die Wolken und die brennende Sonne kann den nassen Festplatz noch etwas trocknen. Fritz Fey holt mit seinem Auto den Festredner Theo Frey in Rebstein ab, wo er noch ein grosses Grammophon in sein kleines Auto laden muss. Als mit Mühe das Gerät verladen ist, will der Motor nicht mehr anspringen. Mit mehr als einer halbstündigen Verspätung trifft Fey dann im Lachendorf (Altstätterstrasse) ein, wo die Patensektion Rebstein und eine grose Volksmenge in glühender Sonne auf die Vereinsfahne wartet. Endlich setzt sich der Festzug unter Musikklängen in Bewegung und die Fahne wird von 4 Damen mit 2 Schleifen zum Festplatz getragen. Hier eröffnet der Präsident Heribert Hutter mit kurzen Worten das Fest. Nachher erfolgt durch Theo Frey die Enthüllung der neuen Fahne und anschliessend schildert er mit prägnanten Worten die Gründung des ETV's Kriessern, die Bilder auf der Fahne und den Zweck der Fahne. Die Patensektion Rebstein und unsere Turner bilden auf der Bühne einen Halbkreis und der Rebsteiner Oberturner übergibt unserem Oberturner Engelbert Lüchinger die Fahne und als Geschenk einen Pokal. Nach der Fahnenbegrüssung ergreift der kantonale Oberturner Triebelhorn das Wort und er beglückwünscht unsere kleine Sektion zum prächtigen Vereinsbanner. Er muntert alle Turner auf, fest und treu zu derselben zu halten. Nachher folgen Darbietungen der Turner und ein Reigen der Damenriege Rebstein. Am Schluss zeigen ca. 50 Turner die allgemeinen Uebungen auf der grossen Bühne, unter Leitung des kantonalen Oberturners Triebelhorn. Am Abend ab 20.30 Uhr werden die gleichen Vorführungen wie am Nachmittag zum Besten vorgeführt. So gegen 22.30 Uhr ist dann das Programm beendet und die Tanzlustigen kommen voll auf ihre Rechnung. Nach Eintreffen der Rondepolizei lichten sich die Reihen und so gegen 02.00 Uhr ist der Festplatz leer. Bereits am 1. September 19.30 Uhr kann der Festkassier Laurenz Hutter die Abrechnung vorlegen. Wegen der zweimaligen Verschiebung und wegen des regnerischen Wetters am Festabend kann nur ein Aktivsaldo von Fr. 142.15 ausgewiesen werden. Nach Abzug von 2 Litern Wein (Fr. 4.80) wird der Restbetrag von Fr. 137.35 dem Fahnenfond überwiesen. Der OK-Präsident dankt nochmals der Patensektion Rebstein für den strammen Aufmarsch und das schöne Geschenk und allen Mitwirkenden, Helferinnen und Helfern für ihren grossen Einsatz.

Im Jahr 1971 feierte der ETV Kriessern sein 50-Jahr-Jubiläum und erhält eine neue Vereinsfahne.

Gründung der Jugendriege im Jahr 1948

Jugendriege - In der Jugend liegt die Zukunft

Der Vorstand ist sich einig, dass bereits Schülern sportliche Betätigungen angeboten werden müssen; dies als Ausgleich zu den täglichen Arbeiten (Viehhüten, Heuen, Buwerla, Jäten, Rüebla und Böhnala, Mistzetten, Melken, usw.) welche zu Hause auf den meist kleinen Bauernbetrieben verrichtet werden.
So dürfen ab dem Jahr 1948 die Buben ab der 4. Schulklasse einmal wöchentlich die Turnstunden besuchen, welche im Keller des Schulhauses durchgeführt werden. Die Turnbekleidungen sind natürlich die gleichen, mit denen auch die Schule besucht wird. In den ersten Jahren werden die Jugendriegler von Roman Lüchinger, nachher von Heribert Hutter und Robert Hutter betreut.

Das erste Vereinsbanner

Am 24. Mai 1952 wird vom ETV Kriessern der Mittel-Rheintalische Jugendturntag organisiert. An diesem Anlass erhält unsere Jugendriege ihr erstes Verinsbanner, welches feierlich eingeweiht wird. Die neue Jugifahne wird ab sofort zu den verschiedensten Anlässen mitgenommen. Die Riege nimmt in den fünfzigern mit Erfolg an verschiedenen Jugitagen teil, unter anderem auf dem Gäbris und am kantonalen Jugitag in Berneck.

Neuer Hilfsleiter

Robert Hutter findet im Jahr 1957 Unterstützung in der Leitung der Jugi. Armin Zigerlig amtet als neugewonnener Hilfsleiter...

Besuch aus Kaltbrunn

Ein besonderes Erlebnis für die Kriessner Jungturner ist der Besuch der Jugendriege aus Kaltbrunn am 23. und 24. Mai 1959. Im Rheinvorland wird ein Fest mit Spiel und Spass organisiert. Schlaf- und Essgelegenheiten finden die Buben bei den Eltern unserer Jugendriegler. Umgekehrt geniessen die Kriessner am 22. August Gastrecht in Kaltbrunn. Für viele ist das auswärtige Schlafen eine Premiere und ein entsprechendes Erlebnis.

Mädchen in der Jugi...!!!

1965 haben erstmals Mädchen Zugang zu der Jugi. Zusammen mit den Knaben zeigen sie tolle Reigen und diverse Vorführungen an den jährlichen Schauturnen im Adlersaal. Mädchen und Buben nehmen in Zukunft auch gemeinsam an Jugitagen und Wettkämpfen teil und kämpfen um begehrte Abzeichen und Medaillen.

Das erste Jugilager

Um einen persönlichen Kontakt mit den Jugendlichen zu erreichen, der sich bis anhin nur auf die Turnstunden beschränkt, organisiert Jugileiter Armin Zigerlig im Jahr 1971 erstmals ein mehrtägiges Jugilager. In den Jahren zuvor wurde Lagerluft nur an einem Wochenende geschnuppert. Diese Wochenenden verbrachte man in Klosters oder Arosa. Das mehrtägige Jugilager musste einfach und billig geführt werden; um so eindrücklicher ist es für Kinder und Leiter. Es wird mit Traktor und Wagen zum Bahnhof Altstätten gefahren, die Zelte, in denen man schläft, werden im Bekanntenkreis ausgeliehen. Lebensmittel, Gemüse und Fleisch kann teilweise von Zuhause mitgenommen werden oder wird von gut gesinnten Personen gespendet. Inzwischen wohnt die Jugendriege in heimeligen Lagerhäusern mit modern eingerichteten Küchen, Aufenthaltsräumen, Dusch- und WC-Anlagen. Aber auch die Kosten haben sich verändert. Während das erste Jugilager mit 400 Franken zu Buche schlug, werden im Jahr 1996 bereits 10'000 Franken in Rechnung gestellt.

1. + 2. Klässler

1979 werden auch die 1. und 2. Klässler als Gruppe in die Jugendriege integriert. Christian Hutter und Viktoria (Vicky) Hutter übernehmen die Betreuung. Sie werden abgelöst von Josef Graber und Helene Hutter.

Kreisjugitag

Der ETV Kriessern übernimt 1986 die Organsation des Kreisjugitages, an dem 24 Buben und Mädchen unserer Riege eine Auszeichnung erkämpfen. Als Kategoriensieger können Christine Hutter, Monika Baumgartner und Markus Hutter ausgerufen werden. Beim Geräteturnen gibt es einen Doppelsieg mit Eveline Lüchinger und Nicole Beck.

Nebst den alljährlichen Papiersammlungen wird erstmals ein Autowaschtag auf dem Areal der Bauunternehmung Hugo Dietsche AG durchgeführt.

Erster Auftritt der Akrobatikgruppe am Schauturnen 1952

Freude am Akrobatikturnen

Bereits Anfangs der 50er Jahre zeigten einige Jünglinge Freude am Akrobatikturnen. Engelbert Baumgartner, Lukas Baumgartner, Eugen Hutter und Walter Hutter üben an Abenden und an Sonntagen, um endlich 1952 ihre Turnkünste am Schauturnen zu zeigen.

Im Laufe der Jahre kamen junge Kräfte hinzu und die Leistungen verbesserten sich derart positiv, dass die Gruppe ihr Können an vielen Orten im Kanton zum Besten geben durfte.

Internationale Auftritte

Bald steigerte sich ihr Bekanntheitsgrad und ihre Auftritte werden über die Kantonsgrenzen hinaus gefragt. Besonderen Anklang finden sie mit der Nummer "die alten Kameraden". An der Trophy des St. Gallischen Turnverbandes gewinnen sie den 1. Rang. Ihre Auftritte sind international und reichen von Norwegen 1992 bis Berlin 1995. Als bisher grossartigster Erfolg kann der Auftritt an der Gymnaestrada 1995 in Berlin gewertet werden.

Frauen und Mädchen erobern den Turnverein ab 1965

Mädchen in der Jugi

1965 haben erstmals Mädchen Zugang zu der Jugi. Zusammen mit den Knaben zeigen sie tolle Reigen und diverse Vorführungen an den jährlichen Schauturnen im Adlersaal. Mädchen und Buben nehmen in Zukunft auch gemeinsam an Jugitagen und Wettkämpfen teil und kämpfen um begehrte Abzeichen und Medaillen.

Der Jugitag wurde am 24. September 1967 in Kriessern durchgeführt. 460 Buben vom Kreis Rheintal und Rorschach erleben in unserem Dorf einen herrlichen Wettkampftag - Es sind immer noch keine Mädchen zugelassen!

Interessierte Damen

Interessierte Damen turnen im Jahr 1968 versuchsweise unter der Leitung von Hanny Hutter aus Altstätten. Wie das Bild vom Schauturnen 1966 zeigt, haben die Damen bereits vor dem eigentlichen Turnbetrieb im Verein mitgemacht.

Gründung Damenriege

29 Frauen finden sich 1970 zur definitiven Gründung einer Riege im Restaurant Sternen ein. Als erste Präsidentin wird Erna Zigerlig gewählt. Die Damenriege erhält (zusammen mit der neugegründeten Männerriege) ein Startkapital von je Fr. 300.00, um den laufenden Verpflichtungen nachzukommen.

Damenturnerinnen trennen sich von der Frauenriege

Mit der neuen Mehrzweckhalle ist 1982 die Gelegenheit zur Gründung einer neuen Damenriege geschaffen worden. Sie wird in die Aktivriege integriert. Ihre Interessen im Vorstand werden von Doris und Vicky Hutter vertreten. Die "alte" Damenriege ändert ihren Namen auf Frauenriege.

10 Jahre Damenriege

An der Hauptversammlung vom 6. März 1992, kann der Präsident Gilbert Lutz, Rückschau auf 10 erfolgreiche Jahre der Damenriege halten. Er lässt allen erschienenen Turnerinnen ein Frühlingssträusschen überreichen.

Gründungsversammlung der Männerriege vom 8. März 1969

Die Männerriege - Rückgrat der Aktivriege

Dem ETV Ehrenmitglied Benedikt Zigerlig lag es sehr am Herzen, eine aktive Männerriege zu gründen. 19 Männer folgten seiner Einladung, 15 trugen sich auf der Beitrittserklärung schriftlich ein:

Benedikt Zigerlig (1919), Augustin Hutter (1913), Viktor Hutter (1936), Walter Hutter (1930), Eigen Hutter (1931), Anselm Hutter (1927), Alfons Hutter (1917), Christian Baumgartner (1919), Engelbert Baumgartner (1931), Lukas Baumgartner (1931), Alois Baumgartner (1925), Martin Lutz (1927), Adolf Peischl (1939), Roman Lüchinger (1927), Johann Franz (1915).

Der Leitspruch des ersten Aktuars lautet:
"Kameradschaft und ein Gläschen Wein, so soll es stets in der Männerriege sein".

Die Männerturner nahmen bereits 1969, im Gründungsjahr, am Kantonalturnfest in Wattwil am Gruppen- und Einzelturnwettkampf teil und konnten bereits erste Erfolge verbuchen.

Die Männerriege auf grosser Fahrt in Norwegen...

Mitgliedschaft verpflichtet

Der Eintritt und der Austritt aus dem Turnverein war in früheren Zeiten nicht einfach per SMS zu erledigen, wie einige Beispiele aus der Jubiläumsschrift zeigen. Auch verpflichtete die Vereinsmitgliedschaft zu gepflogenem Benehmen...

1924 Wegen flegelhaftem und statutenwidrigem Benehmens am Verbandsturnfest in Altstätten wird ein Turner aus dem Mitgliederverzeichnis gestrichen und aus dem Verein ausgeschlossen. Die Turnerschaft spricht allgemein ihr Bedauern über den Charakter solcher Turner aus.
1928 Wegen Meuterei gegen Vereinsbeschlüsse wird am 24. Januar ein Turner aus der Turnhalle "verjagt" und aus dem Mitgliederverzeichnis gestrichen.
1930 Dem Austrittsgesuch eines Aktivmitgliedes kann mangels Begründung nicht entsprochen werden, weshalb das Mitglied weiterhin im Verein verbleiben muss.

 

 

Gründungsversammlung der Damenriege am 23. Juni 1970
Gründungsprotokoll Damenriege

Aufgrund der gemachten Erfahrungen und nach der erfolgreichen Gründung der Männerriege erachten es zahlreiche Frauen für sinnvoll, eine Damenriege zu gründen.

So finden sich 29 interessierte Frauen am 23. Juni 1970 im Restaurant Sternen ein zur eigentlichen Gründungsversammlung unter dem Vorsitz der Vorstandsmitglieder der Aktivsektion Armin Sieber, Präsident, Hans Graber, Aktuar und Vizepräsident, Eugen Hutter, Kassier, Bertram Lüchinger, Oberturner, Armin Zigerlig, 1. Vorturner und Jugileiter, Alois Hutter, 2. Vorturner, Kläus Baumgartner, Materialverwalter und Werner Lüchinger, Weibel.

Folgende Damen gehören zu den Riegengründerinnen:

Margrith Köppel (1929), Ruth Hutter (1942), Ida Lüchinger (1945), Hanny Hutter (1945), Viktoria Hutter (1925), Ottilia Dietsche (1935), Claire Rusch (1937), Irma Lüchinger (1937), Marianne Sieber (1945), Marlies Lüchinger (1942), Martha Graber (1947), Käthy Hutter (1936), Sophie Hutter (1934), Ida Baumgartner (1933), Monika Haltiner (1934), Nelly Dietsche (1953), Judith Köppel (1953), Brigitte Hutter (1953), Judith Graber (1952), Heidi Dietsche (1951), Emilie Hutter (1952), Mathilde Arnold (1955), Esther Hutter (1955), Erna Zigerlig (1943), Cäcilia Bell (1942), Rosmarie Baumgartner (1944), Elsbeth Hutter (1948), Vreny Baumgartner (1955), Edith Baumgartner (1933).

Der Vorstand setzt sich bei der Gründung wie folgt zusammen:

Präsidentin, Erna Zigerlig
Vorturnerin, Hanny Hutter
Kassierin Judith Graber
Beisitzerinnen: Marianne Sieber und Marlies Lüchinger

Der Jahresbeitrag wird auf Fr. 5.00 festgesetzt. Die wöchentlichen Turnstunden finden stets unter engsten Platzverhältnissen, aber fröhlicher Atmosphäre, in der kleinen Schulturnhalle statt.

Die Damenturnerinnen trennen sich von der Frauenriege

Mit der neuen Mehrzweckhalle ist 1982 die Gelegenheit zur Gründung einer neuen Damenriege geschaffen worden. Sie wird in den Verein Aktivriege integriert. Ihre Interessen im Vorstand werden von Doris und Vicky Hutter vertreten.

Von der Damenriege zur Frauenriege

Die "alte" Damenriege ändert, mit der Gründung einer neuen Damenriege innerhalb des Vereins Aktivriege, ihren Namen auf Frauenriege.

Die Oberturnerinnen der Damenriege

Amtsjahre

Oberturnerin

Jahrgang

Amtsdauer

1995 - 1996
Baumgartner Ursi
1968
1 Jahr
1996 - 2000
Baumgartner Petra
1975
4 Jahre
2000 - 2001
Schneider Susan
1975
1 Jahr
2001 - 2002
Reichmuth Annette
1973
1 Jahr
2002 - 2011
Geschwend-Kaufmann Manuela
1983
9 Jahre
2011 - 2013
Hutter Corinne
1983
2 Jahre
2013 - 2016
Schöb Jasmine
1989
3 Jahre
2016 -
vakant
 
 

 

Rekordhalter

"Hall of Fame" des STV Kriessern

In der Leichtathletik werden verschiedene Disziplinen ausgeübt, in welchen sich die Mitglieder an verschiedensten Wettkämpfen messen. Die Aktivriege führt in einigen Disziplinen eine Liste der Rekordhalter.

Folgende Richtlinien gelten für diese Bestenliste:

  1. Die Bestenliste des STV Kriessern erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
  2. Resultate ab 1987 werden berücksichtigt
  3. Für diese Liste werden nur Freiluftwettkämpfe gezählt!
  4. Für diese Liste werden Resultate von lizenzierten Meisterschaften und Meetings, sowie von Vorbereitungsmeetings (Vereinsmeisterschaften, Turnfeste, etc.) verwendet, welche bei solider Messung durchgeführt wurden
  5. Trainingsresultate zählen nicht
  6. Für die Laufwettbewerbe werden nur Bahnresultate herangezogen - Ausnahme: 1000m-Läufe
  7. Rückenwindresultate sind gültig (Gleichberechtigung mit Resultaten bei denen Wind nicht gemessen wird)

Folgende Turner haben es mit Talent, Ausdauer und viel Training in die "Hall of Fame" des STV Kriessern geschafft:

100 Meter Sprint

Rekordjahr Rekordhalter Zeit
1989 Stefan Lüchinger, 1966 11.23
2013 Pascal Schönenberger, 1993 11.62
2015 Joel Giger, 1999 11.67
1989 René Lutz, 1966 11.68
1987 Markus Baumgartner, 1964 11.72

Weitsprung

Rekordjahr Rekordhalter Weite
1990 Stefan Lüchinger, 1966 6.86
1994 Oliver Schachtler, 1972 6.58
1989 Markus Baumgartner, 1964 6.54
1989 Remo Hutter, 1967 6.30
1991 Albert Baumgartner, 1967 6.26

Hochsprung

Rekordjahr Rekordhalter Höhe
1987 Stefan Lüchinger, 1966 2.00
1986 Remo Hutter, 1967 1.90
1993 René Lutz, 1966 1.85
1993 Oliver Schachtler, 1972 1.85
1987 Markus Baumgartner, 1964 1.80

Kugel 5kg

Rekordjahr Rekordhalter Weite
1995 Urs Schöb, 1962 17.96
1995 Roland Baumgartner, 1960 15.35
1995 Remo Hutter, 1967 14.76
2015 Raphael Baumgartner, 1988 14.47
2015 Pascal Schönenberger, 1993 14.38

Kugel 7.25kg

Rekordjahr Rekordhalter Weite
1995 Urs Schöb, 1962 15.42
1995 Remo Hutter, 1967 11.72

Steinstossen 12.5kg

Rekordjahr Rekordhalter Weite
1995 Urs Schöb, 1962 11.95
1995 Remo Hutter, 1967 11.07
1987 Guido Hutter, 1959 9.99
1993 Albert Baumgartner, 1967 9.98
1992 Roland Baumgartner, 1960 9.97

Steinstossen 18kg

Rekordjahr Rekordhalter Weite
1997 Urs Schöb, 1962 10.06

Steinstossen 40kg

Rekordjahr Rekordhalter Weite
1997 Urs Schöb, 1962 5.14

Speer 800g

Rekordjahr Rekordhalter Weite
2015 Daniel Hutter, 1996 55.81
1995 Urs Schöb, 1962 54.62
1995 Markus Hutter, 1965 47.91
1993 Manuel Hutter, 1977 46.91
2015 Pascal Schönenberger, 1993 46.16

1000m-Lauf

Rekordjahr Rekordhalter Zeit
1992 Willi Baumgartner, 1968 2.44
1992 Markus Baumgartner, 1964 2.48
1991 Christian Langenegger, 1972 2.52
1988 Helmut Hutter, 1968 2.53
2015 Daniel Hutter, 1996 2.53.5

5-Kampf

Rekordjahr Rekordhalter Punktetotal
2011 Pascal Schönenberger, 1993 3581
2011 Matthias Geisser, 1991 3541
2011 Sandro Lüchinger, 1992 3351
2008 Kuno Hutter, 1988 3276
2008 René Hegelbach, 1976 3162

Wurfkörper 500g

Rekordjahr Rekordhalter Weite
2013 Pascal Schönenberger, 1993 66.05
2013 Marco Kurmann, 1998 64.12
2013 Sandro Lüchinger, 1992 63.28
2013 Daniel Hutter, 1996 63.10
2013 Matthias Geisser, 1991 62.31

4x100m-Staffel

Rekordjahr Rekordhalter Zeit
1988 Remo Hutter 1967, Christian Baumgartner 1960
Stefan Lüchinger 1966, Albert Baumgartner 1967
44.33
2011 Sandro Lüchinger 1992, Matthias Geisser 1991
Pascal Schönenberger 1993, Simon Buob 1992
44.93
2010 Sandro Lüchinger 1992, Matthias Geisser 1991
Pascal Schönenberger 1993, Simon Buob 1992
45.76
2010 Sandro Lüchinger 1992, Matthias Geisser 1991
Pascal Schönenberger 1993, Simon Buob 1992
46.67
2013 Sandro Lüchinger 1992, Jürg Hegelbach 1981
Pascal Schönenberger 1993, Simon Buob 1992
46.80

 

Die Präsidenten des STV Kriessern

Amtsjahre

Präsident

Jahrgang

Amtsdauer

1921 - 1927
Kuster Jakob
1894
6 Jahre
1927 - 1933
Hutter Heribert
1899
6 Jahre
1933 - 1941
Fey Fritz
1899
8 Jahre
1941 - 1944
Hutter Robert
1917
3 Jahre
1944 - 1946
Langenegger Mathias
1914
2 Jahre
1946 - 1947
Hutter Robert
1917
1 Jahr
1947 - 1948
Weder Guido
1919
1 Jahr
1948 - 1953
Hutter Willi
1922
5 Jahre
1953 - 1959
Lüchinger Roman
1927
6 Jahre
1959 - 1961
Hutter Eugen
1931
2 Jahre
1961 - 1968
Hutter Erich
1932
7 Jahre
1968 - 1984
Sieber Armin
1942
16 Jahre
1984 - 1991
Hutter Peter
1958
7 Jahre
1991 - 1998
Lutz Gilbert
1960
7 Jahre
1998 - 2003
Lüchinger Stefan
1966
5 Jahre
2003 - 2008
Baumgartner Albert
1967
5 Jahre
2008 - 2008
Müller Markus
1966
1 Jahr
2008 - 2013
Sieber Peter
1971
5 Jahre
2013 -
Hegelbach Jürg
1981
 
Die Oberturner des STV Kriessern

Amtsjahre

Oberturner (TK-Chef)

Jahrgang

Amtsdauer

1921 - 1923
Kuster Jakob
1894
2 Jahre
1923 - 1926
Hutter Laurenz
1899
3 Jahre
1926 - 1928
Baumgartner Paul
1902
2 Jahre
1928 - 1931
Lüchinger Engelbert
1907
3 Jahre
1931 - 1948
Hutter Augustin
1913
17 Jahre
1948 - 1957
Hutter Anselm
1927
9 Jahre
1958 - 1970
Hutter Alois
1935
10 Jahre
1970 - 1979
Lüchinger Bertram
1944
9 Jahre
1979 - 1986
Lüchinger Jakob
1953
7 Jahre
1986 - 1996
Baumgartner Markus
1964
10 Jahre
1996 - 2002
Hutter Remo
1967
6 Jahre
2002 - 2006
Hutter René
1976
4 Jahre
2006 - 2009
Hegelbach René
1976
3 Jahre
2009 - 2012
Baumgartner Markus
1980
3 Jahre
2012 -
Hutter Kuno
1988
 
Die Protokollführer des STV Kriessern

Amtsjahre

Protokollführer (Aktuar)

Jahrgang

Amtsdauer

1921 - 1926
Hutter Laurenz
1899
5 Jahre
1926 - 1927
Baumgartner Paul
1902
1 Jahr
1927 - 1933
Hutter Laurenz
1899
6 Jahre
1933 - 1939
Sieber Willi
1913
6 Jahre
1939 - 1941
Hutter Robert
1917
2 Jahre
1941 - 1947
Zigerlig Benedikt
1919
5 Jahre
1947 - 1953
Lüchinger Roman
1927
6 Jahre
1953 - 1956
Thurnherr Anton
1928
3 Jahre
1956 - 1958
Baumgartner Eugen
1929
2 Jahre
1958 - 1960
Hutter Robert
1936
2 Jahre
1960 - 1972
Graber Hans
1939
12 Jahre
1972 - 1977
Graber Josef
1945
5 Jahre
1977 - 1982
Graber Peter
1953
5 Jahre
1982 - 1984
Hutter Peter
1958
2 Jahre
1984 - 1987
Lutz Gilbert
1960
3 Jahre
1987 - 1991
Büchel-Hutter Carmen
1963
4 Jahre
1991 - 1993
Langenegger Christian
1970
2 Jahre
1993 - 1996
Schiess Jürg
1966
3 Jahre
1996 - 2000
Hutter Helmuth
1968
4 Jahr
2000 - 2005
Schiess Jürg
1967
5 Jahre
2005 - 2011
Mock-Baumgartner Manuela
1983
6 Jahre
2011 - 2016
Baumgartner Sandra
1986
5 Jahre
2016 -
Jasmin Meile 1995  

 

Geschichten, die das Leben schreibt...

Urs & Werner

An der Ostschweizer-Meisterschaft im Jahr 1991 treffen sich zwei Meister auf dem Podest. Der eine Meister vom STV Kriessern wurde 7-facher Schweizermeister im Steinstossen, der andere wurde 3 mal Welt- und einmal Europa-Meister im Kugelstossen. Für diejenigen, welche nach 1990 geboren wurden: Der Weltmeister heisst Werner Günthör. Den Schweizermeister findet ihr in unserer Rubrik "Erfolge"...

Ostschweizer Meisterschaft

Weitere Bilder aus der Vereinsgeschichte (1952-1996)

1952 - Turnfahrt auf die hohe Kugel

1959 - Verbandsturnfest Kriessern

1962 - Turnfahrt auf die hohe Kugel

1963 - Eidgenössisches Luzern

1990 - Akrobaten

1996 - Akrobatik hält fit!